Informationen zu Erasmus+

    

Bei Erasmus+ handelt sich um ein von der Europäischen Union (EU) ins Leben gerufenes Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport. Es geht im Speziellen darum Jugendlichen EU-Bürgern durch Förderung der Mobilität die interkulturelle und transnationale Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Im Bereich der schulischen Bildung werden folgende Ziele angestrebt:

  • Senkung der Schulabbrecherquote
  • Verbesserung der Schlüsselkompetenzen für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft

Der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz setzt in der Bundesrepublik Deutschland das Programm im Schulbereich um. Dabei rückt für unsere Schule vor allen Dingen die Leitaktion „Schulpartnerschaften“ in den Mittelpunkt:

 „Im Fokus der Erasmus+ Schulpartnerschaften stehen Begegnungen von Schülerinnen, Schülern und ihren Lehrkräften. Die Projektarbeit sollte sich Themen wie demokratischer Bildung oder der Vermittlung interkultureller Kompetenzen und Toleranz in der Schule widmen. In diesem Projekttyp werden außerdem Langzeitaufenthalte von Kindern und Jugendlichen an einer Partnerschule gefördert. In der Regel werden ein- bis zweijährige Schulpartnerschaften zwischen zwei bis sechs Schulen gefördert.“

(Quelle: https://www.erasmusplus.de/erasmus/bildungsbereiche/schulbildung/)

Wir freuen uns unseren Schülerinnen und Schülern regelmäßig Austauschfahrten und -projekte anbieten zu können.

Weitere Informationen finden sich auf der folgenden Website: https://www.erasmusplus.de

 

Unser aktuelles Erasmus+ Projekt: „Fashion, sustainability and awareness“

Zeitraum des Projektes: 01.09.2020 – 31.08.2022

Die Idee zu dem Erasmus+ Projekt „Fashion, culture and sustainability“ entstand auf einer Erasmus-Tagung in Rumänien. Mode ist in allen europäischen Ländern ein Thema und alle Europäer haben eine grundsätzliche Meinung dazu. Auf den ersten Blick mag die Beschäftigung mit Mode oberflächlich erscheinen, denn es gibt sicherlich dringlichere Probleme auf der Welt und auch in Europa als die Frage, was ziehe ich an und wie sehe ich aus. Doch den Fokus bei diesem Thema gerade nur auf Äußerlichkeiten zu legen, greift eindeutig zu kurz. Mode ist sehr viel vielschichtiger als es auf den ersten Blick zu sein vermag und hat gesellschaftspolitisch als und für die Umwelt gravierende Auswirkungen. So beschäftigt sich das Erasmus Projekt unter anderem auch mit der Frage nach Mode als Wirtschaftsfaktor, nach Produktionsbedingungen und Ressourcennutzung. Große in Europa ansässige Firmen erwirtschaften eine hohe Rendite mit Produkten, die im Ausland gefertigt werden und deren Produktionsbedingungen oft in der Kritik stehen. So wird z. B. hinterfragt, wie die Produktionshelfer eigentlich entlohnt werden und wie es mit der Arbeitssicherheit aussieht, der Einsatz von Ressourcen wie Wasser und Energie bei Produktion und Vertrieb wird hinterfragt und nicht zuletzt das Konsumverhalten von uns selbst, die wir mit der jeweils neuesten Mode gehen wollen und dafür Abfall produzieren und nicht nachhaltig handeln. Mode hat außerdem einen kulturellen Aspekt, leicht daran zu erkennen, dass in vergangenen Jahrhunderten die Bewohner einer Gegend an ihre Trachten zu erkennen waren, während sich heutzutage, zumindest die jüngeren Einwohner Europas, im Kleidungsstil kaum noch voneinander unterscheiden. Wie dem auch sein, Mode ist und bleibt ein Thema, das jedermann betrifft und alle Menschen weltweit beeinflusst.

So ist das Ziel des Projektes, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erkennen sollen, dass Mode natürlich ein Mittel der Selbstdarstellung ist, aber darüber hinaus auch die Gruppenzugehörigkeit definiert. Oft ist sie auch Ausdruck gesellschaftlicher und politischer Umstände, und nicht zuletzt produziert die Modeindustrie selbst Bedürfnisse, die die Konsumenten dann mit ihrer Hilfe befriedigen können. Die Teilnehmer sollen die Nachhaltigkeit von Mode kritisch reflektieren, und zwar im Hinblick auf Herstellung und Verbreitung aber auch dem eigenen Konsumverhalten. Ideal wäre es, wenn durch das Projekt Ideen entwickelt würden, die nachhaltig wirken könnten und die Vereinbarkeit von Mode, Modeproduktion und Umwelt verbessern können.

An dem Projekt nehmen neben uns als Leiter des Projektes drei weiterführende Schulen teil:

  • Tevfik Serdar Anadolu Lisesi, Türkei
  • Istituto Comprensivo Commenda, Italien
  • Institut Ramon Muntaner, Spanien.

Neben jeweils zwei Lehrkräften, die die Mobilitäten begleiten, sind weitere Unterstützer in den Schulen selbst vorhanden, um die Projekte zu planen, zu unterstützen und durchzuführen. Außerschulische Institutionen, wie z. B. Modeketten, aber auch kommunale Einrichtungen wie das Bildungszentrum des Landkreises Wolfenbüttel sind in die Projektgestaltung mit eingebunden, aber auch das Know-How von Eltern ist gefragt. Das Alter der Schülerinnen und Schüler liegt zwischen 13 und 18 Jahren.

Das Projekt sollte bereits mit einem Besuch der Lehrkräfte in Trabzon im Herbst 2020 starten, um die weitere Organisation zu planen und letzte Absprachen über die Präsentation der Projekte und deren Ergebnisse innerhalb der Schulen aber auch für die Öffentlichkeit, deren Evaluation und der dazu notwendigen Methoden zu treffen. Aufgrund von Covid-19 fanden und finden diese Absprachen momentan rein digital über die Plattform eTwinning statt.

Wir hoffen sehr, dass die zweite Mobilität nach Spanien wie geplant mit unseren Schülern 2021 stattfinden kann. Diese beschäftigt sich mit Umfragen unter Teenagern mit den gerade angesagten Modetrends und wie diese bei einem Global Player, nämlich ZARA, umgesetzt werden. Die Frage, ob eine globalisierte Mode kleinere Geschäfte und Designer an den Rand drängt und verschwinden lässt, ist ebenfalls eine Fragestellung, die beantwortet werden soll.

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